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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Leuchtenburg ( Aus der Festschrift zum 60 jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Leuchtenburg, am 06. - 08. Juni 1986 ) Für die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Leuchtenburg gibt es nach der Überlieferung aus den Protokollbüchern zwei Daten. Bereits 1921 haben sich 31 Gemeindemitglieder zusammengefunden, um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Dies geschah mit einem selbständigen Zug, der dem Spritzenverband Schönebeck angegliedert wurde. Den Brandmeister stellte Schönebeck, stellvertretender Brandmeister war Johann Brand aus Leuchtenburg. Alle gehörten zum Altkreis Blumenthal unter der Leitung von Kreisbrandmeister Windhorst aus Grohn. 1926 hat man dann eine eigene Feuerwehr aus der Taufe gehoben. 25 Gründer waren damals in "Bruns Garten" versammelt. Erster Brandmeister der selbständigen Freiwilligen Feuerwehr Leuchtenburg war Georg Kattenhorn. Bereits Anfang 1927 verfügte die Wehr über eine Motorspritze. Dieses Gerät hat bis in das letzte Kriegsjahr hinein gedient, wurde anläßlich eines Großeinsatzes in Bremerhaven defekt und ist dann in den letzten Tagen des Krieges abhanden gekommen. Danach verfügte die Wehr über eine sogenannte "DKW-Einheits-TS". Dieses Gerät ist heute noch vorhanden.
Am 18. 11.1955 wurde dieses Fahrzeug durch ein modernes Löschgruppenfahrzeug "Opel-Blitz" ersetzt. Dieses Fahrzeug hat zuletzt der Jugendfeuerwehr gedient und ist erst vor einigen Wochen endgültig ausgemustert. Am 26. 09. 1974 wurde das heutige mittelschwere Löschgruppenfahrzeug angeschafft und am 05.10.1984 noch zusätzlich das Tanklöschfahrzeug, das speziell für Waldbrandeinsätze ausgerüstet ist. Beide Fahrzeuge bilden den heutigen Fahrzeugpark der Stützpunktfeuerwehr Leuchtenburg. Folgende Brandmeister haben bis heute die Geschicke der Wehr geleitet :
Einen breiten Raum in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Leuchtenburg nehmen auch die Siege bei den Wettbewerben ein. Zahlreiche Plaketten und Urkunden zieren den Aufenthaltsraum in Gemeindehaus. Besonders erwähnt sein sollten hier die beiden Siege auf der Ebene des damaligen Regierungsbezirkes Stade : 1954 in Worpswede und 1956 in Verden. Aber nicht nur Wettbewerbe, auch mancher schwere Einsatz hat die Wehr im Laufe ihrer Zeit begleitet. Schöne reetgedeckte Häuser fielen dem "roten Hahn" zum Opfer. Aber auch überörtlich haben die Wehrleute ihren Mann gestanden, in den Kriegsjahren bei Einsätzen in Bremen, Bremerhaven und Hamburg. Während der größte Teil der Feuerwehrmänner im Kriegseinsatz war, besorgte eine Frauengruppe in der Heimat den. Brandschutz. Sie fuhren mit dem sandgelben "Afrika-Fahrzeug", dessen Aufsatz nur mit einer Plane bedeckt war, in den Einsatz und kamen frierend und durchnäßt nach Hause. Dadurch, daß die Ortsfeuerwehr Leuchtenburg auch der Kreisfeuerwehrbereitschaft angehört, wird sie auch heute noch überörtlich eingesetzt. So haben die Kameraden bei Hochwasser-Katastrophen am Deich und bei Waldbränden in der Lüneburger Heide mit Erfolg ihren Mann gestanden und sind dafür auch ausgezeichnet worden. Seit 1974 gehört Leuchtenburg aufgrund der Verwaltungs- und Gebietsreform als Ortschaft zur Großgemeinde Schwanewede. Damit verbunden war auch die Neugliederung der Feuerwehren. Nach der Verordnung des Landes Niedersachsen gibt es bei dem Status der Gemeinde jetzt als :
Eng verbunden hält sich die Ortsfeuerwehr Leuchtenburg heute noch mit der Ortschaft Beckedorf. Aufgrund vertraglicher Vereinbarung bestand ein Löschverband mit Beckedorf. Leuchtenburg hatte die Verpflichtung, für Beckedorf den Brandschutz zu übernehmen. Diese alte Verpflichtung besteht heute noch und hält die Bürger beider Ortschaften bei Einsätzen und bei Festlichkeiten miteinander verbunden. Möge auch für die Zukunft der Wahlspruch Gültigkeit behalten: "GOTT ZUR EHR, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR"
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